Was sind Divertikel?

Divertikel sind einzelne Ausstülpungen in der Darmwand. Sie sind weit
verbreitet, denn immerhin sollen allein in Deutschland etwa 5 Millionen
Menschen betroffen sein. Sie bestehen nicht von Geburt an, sondern
entwickeln sie sich im Laufe der Zeit und mit zunehmendem Alter immer
häufiger.

Während die Divertikel meistens gar nicht bemerkt werden und zu keinerlei

Beschwerden führen, kommt es bei etwa 25 % der betroffenen Personen zu

Entzündungen und den damit einhergehenden Komplikationen. Die Entzündung kommt in der Regel durch Nahrungsreste zustande, die sich in den Ausstülpungen einnisten und nicht über den Stuhlgang ausgeschieden werden. Diese in den Divertikeln gelagerten Reste werden auch als Kotverstopfungen bezeichnet.

Ist es erstmal zu der Entstehung von Divertikeln gekommen, bilden sie sich in
der Regel ohne eine Therapie nicht von allein zurück. Dies hängt damit
zusammen, dass die Divertikel nicht über eine eigene Muskulatur verfügen.
Aufgrund dieser fehlenden Darmbewegungen in der Wandmuskulatur können
sich die Divertikel nicht selbst wieder entleeren so wie es der Fall bei dem
übrigen Darm ist.

Divertikel sind sackförmige erbsen- oder auch bohnenähnliche Ausstülpungen,

die eine Größe zwischen 3 und 10 mm erreichen. Divertikel können in

verschiedenen Hohlorganen wie dem Dickdarm und der Blase vorkommen.
Normalerweise lässt sich immer eine offene Verbindung zum Ursprungsorgan
– bei Darmdivertikeln ist es der Darm – nachweisen. Zwar besteht häufig die
Assoziation Divertikelerkrankung bedeute immer eine Kolondivertikulitis, aber
dies ist nicht ganz korrekt. Denn Divertikel können auch in allen anderen
Hohlorganen auftreten.

Lesen Sie mehr über Divertikulitis in unserem Ratgeber “Divertikulitis-die unterschätzte Krankheit” von Sabine Wiesel. Was ist Divertikulose?