Welche Komplikationen bei einer Divertikulitis auftreten können

Einerseits kann eine Diverkulitis sehr mild verlaufen und kaum Beschwerden mit sich bringen, andererseits kann sie aber auch zu sehr gefährlichen Komplikationen führen. Und zu Beschwerden kommt es meistens erst dann, wenn bereits Komplikationen auftreten.
Die Gefährlichkeit dieser Komplikationen ist auch der Grund, warum man die Divertikulitis auf keinen Fall bagatellisieren darf und sich auch trotz möglicher momentaner Beschwerdefreiheit nicht in einer vermeintlichen Sicherheit wiegen sollte. Während es bei 70 % der Divertikelträger zu keinerlei Beschwerden kommt, treten bei den anderen 30 % Komplikationen in Form von Fisteln, Abszessen, Perforation, Stenosen, Blutungen und anderen Beschwerden auf.
Im schlimmsten Fall kann sich als Komplikation einer Divertikulitis sogar eine lebensbedrohliche Bauchfellentzündung entwickeln.
Jede einzelne dieser Komplikationen bedarf einer ärztlichen Behandlung, da immer die Gefahr besteht, dass sich eine dieser Komplikationen in die Bauchhöhle ausdehnt und dann lebensbedrohlich wird. So ist in den meisten Fällen dieser Komplikationen ein Krankenhausaufenthalt unvermeidbar. Wenn eine Divertikulitis aufgrund von Bakterien entstanden ist, so hilft eine Gabe von Antibiotika oft sehr zuverlässig. Sollten sich die Symptome trotz der Antibiotika nicht bessern, kann sich bereits ein Abszess entwickelt haben. Durch verschiedene Risikofaktoren kann das Auftreten von schweren Krankheitsverläufen begünstigt werden. In erster Linie zählen hierzu eine faserarme Ernährung, zunehmendes Alter und Übergewicht insbesondere bei jungen Männern.