Vorbeugung erneuter Schübe

Wie in dem Kapitel ‚Ursachen’ unseres Buches “Divertikulitis – die unterschätzte Krankheit” bereits beschrieben, spielen mehrere Faktoren eine Rolle bei der Entstehung der Divertikulitis. Im Umkehrschluss kann demzufolge die Vorbeugung erneuter Schübe durch die Vermeidung einiger
dieser Ursachen erfolgen.
Welche der vorbeugenden Maßnahmen angebracht sind, ist dabei auch
abhängig davon, was als Auslöser der Erkrankung fungiert hat. Bedenken Sie, dass die nachfolgend vorgeschlagenen Methoden keine Garantie für einen Schutz vor Divertikeln darstellen. Es gibt nach wie vor keine wirklich hundertprozentig zuverlässige Maßnahme, um Divertikel in jedem Fall verhindern zu können. Dennoch sind die vorgestellten Möglichkeiten bei vielen Personen sehr hilfreich und effektiv in der Vorbeugung.

Ernährung bei einer Divertikulitis

Die Ernährung spielt bei jedem Divertikulitis-Betroffenen eine ganz wesentliche Rolle, sodass mit einer entsprechenden Ernährungsumstellung eine großartige prophylaktische Maßnahme ergriffen werden kann.
Doch was soll man essen? Nie zuvor gab es so viele Ernährungsgurus, die nur ihre Ernährungsweise als den goldenen Weg zur Gesundheit anpreisen. Und selbst die allgegenwärtige Ernährungspyramide scheint nicht immer die richtige Ernährung für jede Krankheit zu sein. Für Divertikulitis-Betroffene kommt erschwerend hinzu, dass bestimmte Lebensmittel einerseits dabei helfen, die Entstehung der Divertikulitis zu vermeiden, aber andererseits genau diese Lebensmittel bei einem akuten
Schub geradezu gefährlich werden können. So gelten beispielsweise Vollkornprodukte eigentlich als hervorragende Nahrungsmittel, um die Erkrankung zu vermeiden. Während der akuten Schübe muss der Verzehr jedoch unbedingt gemieden werden. Gleiches gilt auch für Maisprodukte wie Popcorn und Maiskolben. Sie sind zwar reich an Ballaststoffen und ideal, um einen erneuten Schub zu vermeiden, aber während einer akuten Attacke sollte man unbedingt auf den Verzehr verzichten. Sobald der akute entzündliche Zustand ausgeheilt ist, können die ballaststoffreichen Lebensmittel wieder in den Ernährungsplan aufgenommen werden.